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Merle Herold wird mit ihrer Schulmannschaft Vize Weltmeisterin in Brasilien!

OLDENBURG/RECIFE Der Besatzung der portugiesischen Fluggesellschaft war es nicht entgangen: Kurz vor der Landung in Recife (Brasilien) begann Merle Herolds 18. Geburtstag – zumindest nach mitteleuropäischer Zeit. Zur Feier der Volljährigkeit servierte die Crew der Oldenburger Tennisspielerin und ihren müden, aus Hannover eingeflogenen Teamkolleginnen einige Pappbecher Sekt. „Wer kann schon behaupten, in Brasilien 18 geworden zu sein“, meinte Herold.

Zum Strandurlaub an der brasilianischen Atlantikküste waren die Schülerinnen der KGS Hemmingen allerdings nicht gekommen. Die Eliteschule des Sports, die Herold seit Januar 2016 besucht, kooperiert mit der Tennis Base Hannover, an der die jungen Frauen trainieren. Dank des Siegs bei „Jugend trainiert für Olympia (JtfO)“ und großzügiger Sponsoren vertraten sie Deutschland bei der Schultennis-WM in Brasilien.

Nach einem 5:0 zum Auftakt gegen Belgien, versetzten die Türkinnen Herold & Co. einen Dämpfer (2:3). Hatte die für SVE Wiefelstede spielende Oldenburgerin ihr Einzel gegen Belgien noch 4:0, 4:0 gewonnen, gab sie das gegen die Türkei mit ebendiesem Ergebnis ab. „So ein Satz bis vier erfordert enorme Konzentration von Beginn an“, sagte Betreuerin Bettina Radke zur verkürzten Spielzeit.

Taiwan hieß der Viertelfinal-Gegner. Herold, die in den Ausscheidungsspielen kein Einzel mehr bestritt, verlor an der Seite von Julia Marzoll 1:4, 1:4. Da Spitzenspielerin Ana Rosnowka und Laura Bente ihr Doppel 4:3, 4:2 für sich entschieden, gelang der Mannschaft ein 3:2 – und der Einzug ins Halbfinale gegen England. Das geriet schnell zu einer klaren Angelegenheit (5:0). Herold und Anneleen Harms siegten 4:0, 4:1. Ihr Ziel, das Finale, hatten die „JtfO“-Champions erreicht.

Besser als Herolds 2:2-Bilanz gefiel Sven Achilles, Sporttutor in Hemmingen, wie sie den Zusammenhalt gestärkt habe. Die Schlachtrufe vor den Matches seien stets von ihr ausgegangen, sagte Achilles: „Sie war ein ganz wichtiger Faktor.“

Im Endspiel erwiesen sich die Türkinnen erneut als zu stark. Ihre Punkte mussten sich die Deutschen jeweils in einem dritten Durchgang erkämpfen, die Türkei kam relativ glatt zu ihren Zählern.

„Das hat sich wirklich gelohnt“, sagte Herold, als die Enttäuschung verflogen war. Nach „einer kleinen Abschiedsparty im Hotel“ ging es zurück nach Deutschland.
Jannik Deters

Hier findet ihr den Artikel in der NWZ

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